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Stendal

03931 / 519686
Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 1-5, 39576 Stendal

Weiterbildung zum Praxisanleiter mit 200 Unterrichtsstunden

Letztmalig bieten wir die Weiterbildung zum Praxisanleiter/-in, im Zeitraum von200 Unterrichtsstunden an.

Ab 01.01.2020 wird die Fortbildung zum Praxisanleiter einen gesetzlichen Umfang von 300 UE statt wie bisher 200 UE umfassen.

Der Kurs findet vom 10.04.2019 – 30.10.2019 statt und das Zertifikat hat Bestandsschutz für die generalisierte Ausbildung ab 2020.

Noch sind freie Plätze vorhanden!

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung, die Sie bitte senden an:

IWK Stendal

Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 1-5

39576 Stendal

Telefon: 03931 519686

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Altenpfleger werden beim IWK ausgebildet und ein Schüler erzählt seine Geschichte

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Altenpflege ist mehr als medizinische Pflege und wird beim IWK Stendal ausgebildet.

Die Betreuung und Beratung älterer Menschen gehört neben dem pflegerischen Know-how zu den wichtigen Aufgaben von Altenpflegern/Altenpflegerinnen.

Von der pflegerischen Betreuung bis zur sozialen Unterstützung

Als Altenpfleger/-in kümmern Sie sich um die Betreuung und Versorgung von gesunden und kranken älteren Menschen. Sie helfen bei der Körperpflege, beim Anziehen oder beim Essen und unterstützen diese Menschen so bei ihren täglichen Herausforderungen. Sie übernehmen die medizinische Versorgung und wechseln Verbände, verabreichen Medikamente oder leiten Bewegungs- und Atemübungen an.

Darüber hinaus begleiten Sie die älteren Menschen bei Behördengängen oder Arztbesuchen, helfen beim Einkaufen und geben Anreize für die Freizeitgestaltung. Den Angehörigen einfühlsam zur Seite zu stehen und an die neue Situation heranzuführen, gehört ebenfalls in das Aufgabenportfolio eines Altenpflegers/einer Altenpflegerin.

Ihre Einsatzbereiche

Als Altenpfleger/-in können Sie sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich arbeiten, also beispielsweise in Seniorenheimen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken. Liegen Ihnen Hausbesuche besser, können Sie sich stattdessen für den mobilen Pflegedienst entscheiden.

 

Herr Zaeer Hosseini macht am IWK Stendal eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger.

Der Zeitung Volksstimme erzählt er seine Geschichte (Quelle: Volksstimme Klötze; Foto und Autor: Sigmar Riedel, Bericht: Ausgabe Volksstimme Klötze vom 20.3.2019)

Zaeer Hosseini absolviert eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger in der Klötzer Residenz Valenta. „Er ist der Beste“, findet Christa Meyer. Zaeer Hosseini absolviert eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger in der Klötzer Residenz Valenta. „Er ist der Beste“, findet Christa Meyer. Der gebürtige Afghane Zaeer Hosseini wird in Klötze zum Altenpfleger ausgebildet. Er erzählt von Unterdrückung, Flucht und seiner Familie. Eigentlich hat Zaeer Hosseini heute frei. Doch um durch seine Ausbildungseinrichtung, die Residenz Valenta in Klötze, führen und seine Geschichte erzählen zu können, nimmt er sich die Zeit. Leise und zurückhaltend berichtet der in Afghanistan geborene Zaeer. „Meine Familie musste in den Iran fliehen. Meine Eltern gehörten in Afghanistan der Minderheit der Schiiten an, wir sprechen Persisch. Wir waren dort nicht mehr sicher“, erklärt er. Weil sie einer Minderheit angehören, gilt die Familie von Zaeer als Menschen zweiter Klasse. „Wir durften nicht mit einem Auto in ein anderes Bundesland fahren, wir durften nicht studieren. Wir durften nicht alle Berufe machen, nur als Bauer oder Maurer arbeiten. Und es gab keine Ausbildung für uns“, zählt er Beispiele auf. Sie müssen viele Ungerechtigkeiten erleben und geraten in Gefahr. 28 Jahre lebt Zaeer Hosseini mit seiner Familie im Iran. Bis das gleiche Schreckensszenario sie auch dort einholt. Er, seine Frau und die damals drei Kinder fliehen nach Europa, nach Deutschland. Einen Monat sind sie unterwegs. „Wir sind zuerst nach Klietz geschickt worden, dann nach Salzwedel“, erzählt er. „Seit Dezember 2015 sind wir in Klötze.“ Ganz genau erinnert sich Zaeer Hosseini an eine Episode in den ersten Tagen: „Ich öffne den Briefkasten und finde einen Brief, der mit Google ins Persische übersetzt war. Darin stellt sich eine Frau aus Kunrau vor, Verena Treichel.“ Sie will helfen, meldet die Kinder in der Schule an, unterstützt bei Ämtergängen. Aber sie hat nicht genügend Zeit, ihm die Sprache beizubringen. Weil Zaeer noch keine Aufenthaltserlaubnis hat, darf er keinen Sprachkurs besuchen. Erst viel später erhält er einen Aufenthaltstitel zugesprochen, der ihm und seiner Frau den Besuch eines Sprachkurses ermöglicht hätte. Doch die zwei Jahre will er nicht warten.

Öko-Dörflerin springt ein

Eine Frau aus dem Öko-Dorf Sieben Linden hilft ihm aus der Misere. Sie bietet an, mit ihm Deutsch zu lernen. Das nimmt er gern an. Erst lernen sie im Öko-Dorf, später in der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze. „Ich habe Elke Wiegand sehr viel zu verdanken. Leider ist sie 2018 verstorben“, bedauert er. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Zaeer Hosseini spricht inzwischen sehr gut Deutsch. Täglich wächst sein Wortschatz. Nicht ganz so schwer, die neue Sprache zu lernen, haben es seine Kinder, mit dreien flieht er nach Deutschland, ein weiteres kommt vor sechs Monaten hinzu. „Alles Jungs. Manchmal ist es zuhause eine Katastrophe. Sie machen alles durcheinander“, lächelt er. Zaeer Hosseini will in Deutschland eine Ausbildung absolvieren. Elke Wiegand rät ihm zur Altenpflege. Mit Verena Treichel schreibt er Bewerbungen, geht zu Bewerbungsgesprächen. Anfangs hat er aber noch mit großen Sprachproblemen zu kämpfen. „Einige haben mir nicht zugetraut, dass ich das schaffe“, bedauert er. Doch Antje Berlin von der Residenz Valenta traut ihm das zu. Auch an der Berufsschule in Salzwedel wird er für eine einjährige schulische Ausbildung zum Altenpflegehelfer angenommen. Diesen Abschluss hat Zaeer schon in der Tasche. Inzwischen absolviert er eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger.

Dabei weiß er anfangs mit diesem Beruf nicht viel anzufangen. Verena Treichel fragt er: „Warum gibt es hier so viele Altenheime? Wo sind die Kinder der alten Menschen?“ Denn in seiner Heimat ist die Großfamilie die Altersvorsorge. Das in ihn gesetzte Vertrauen möchte Zaeer Hosseini nicht enttäuschen und seine Ausbildung 2020 abschließen. Zu kämpfen hat er noch immer mit der Sprache. Aber nicht, weil er sie selber nicht sprechen kann. „Ich habe Schwierigkeiten, die Leute hier im Heim zu verstehen“, erklärt er. Sie hätten zum Teil Probleme mit der Aussprache. Dennoch kommt er mit den Bewohnern prima klar. Er wäscht sie, duscht sie, kleidet sie an und aus, isst mit ihnen, befördert sie. „Jetzt darf ich schon Behandlungspflege übernehmen, darf Tabletten ausgeben und Wunden versorgen“, berichtet er stolz. „Ich bin aber noch am Lernen.“ Drei Tage in der Woche arbeitet er in der Residenz, zwei Tage besucht er die Berufsschule. Seine Eltern lässt Zaeer im Iran zurück. Er hat auch keine Chance, sie nach Deutschland zu holen, weil der Iran als sicheres Land eingestuft ist. Kontakt hält er über das Internet und WhatsApp. Seine Mutter ist mit einem Schlaganfall seit sechs Jahren bettlägerig. Weil er erst jetzt Dokumente aus seiner Heimat vorweisen kann, darf er auch erst jetzt einen Reisepass beantragen. Im Juli wird es ein Treffen mit der ganzen Familie geben. Aus Sicherheitsgründen in einem fremden Land. „Keiner bekommt mit, wo das sein wird“, verweist Zaeer auf die noch immer latente Gefahr.

Dank ist ihm wichtig

Viele Freunde, die ihm helfen, hat er schon gefunden. Auch Kollegen zählen dazu. Das Wichtigste für ihn: „Ich möchte Dank sagen. Es ist nicht einfach, sich in Deutschland zu integrieren mit einer fremden Sprache. Dabei haben mir viele geholfen.“ Und: „Ich vermisse meine verstorbene Lehrerin.“ Zaeer Hosseini ist sehr beliebt bei den Bewohnern der Residenz. „Er ist immer freundlich und hilfsbereit“, beschreibt Susann Korell, Leiterin soziale Betreuung bei Valenta. „Seine Ausbildung zur Pflegehilfskraft hat er mit einem „sehr gut „abgeschlossen. Auch jetzt habe er wieder sehr gute Noten und hätte eine gute Chance, nach dem zweiten Abschluss in der Valenta zu arbeiten. Darüber würde sich auch Christa Meyer freuen. Sie wohnt in der Residenz. „Er ist immer freundlich. Zaeer ist der Beste“, betont sie. (Bericht von Sigmar Riedel aus der Volksstimme Klötze vom 20.3.2019)

Unterrichtsfahrt ins phaeno nach Wolfsburg

Phaeno Erz. 17 und 18

Im Verlauf unserer Erzieherausbildung erlernen wir im Lernfeld 6 die Wissensvermittlung im Bildungsbereich „Mathematik, Naturwissenschaft und Technik“.

Das Wissen, welches man vermitteln möchte, muss allerdings zu allererst einmal selbst verstanden werden. Durch Veranschaulichen kann vieles besser verstanden erlernt werden. Deshalb vermittelt unsere Dozentin Frau Seemann den Lehrstoff praxisnah und anhand vieler Beispiele.

Daraus entstand die Idee, eine Exkursion in phaeno nach Wolfsburg durchzuführen.

Am 11.01.2019 war es dann soweit. Die Erzieherklassen der Jahrgänge 2017 und 2018 starteten in Begleitung von Frau Seemann und Herrn Dr. Werner ins Abenteuer.

Mit dem Zug fuhren wir von Stendal direkt vor die Haustür des phaeno. Ein zuvor gebuchtes Angebot „Lernort phaeno spezial“ ermöglichte uns eine kostenlose Führung. Direkt am Eingang begrüßte uns auch schon Norbert, er war der Leiter unserer Forschertruppe und begleitete uns an diesem Tag. Geduldig beantwortete er alle Fragen, die wir zu den Experimenten hatten.

Im phaeno werden für Groß und Klein Stationen in den Naturwissenschaften, in der Mathematik und in der Technik angeboten, die alle Sinne ansprechen.

Einzelne Experimente oder Exponate, wie zum Beispiel der Feuertornado, das Nagelbrett, die Tüftelwerkstatt für Mäuse, das Gesichtserkennungsgerät, die schwebenden Steine oder der mysteriöse Nebel laden dazu ein, wissenschaftliche Phänomene zu bestaunen und verstehen zu wollen.

Weiterhin durften wir an einem Workshop im Bildungsbereich Mathematik teilnehmen zum Thema „Formen, Muster, Mengen“, der es möglich macht, dass Kinder auf spielerische Art und Weise lernen.

Fazit unseres Ausfluges:

Wir konnten viele Ideen von dieser Fahrt mitnehmen, um Kindern die Welt der Mathematik, Naturwissenschaft und Technik auf interessante Art zu vermitteln.

Ich war erstaunt, wie schnell man als Erwachsener in die Welt der Kinder eintauchen kann. Nehmt Euch die Zeit, um das phaeno zu besuchen, erkundet gemeinsam die Phaenomene, experimentiert und lasst euch überraschen, wie einfach sich Dinge, die man sonst schwer beschreiben kann, erklären lassen.

Die Unterrichtsfahrt hat sich gelohnt, es war ein toller und erfahrungsreicher Tag. Wir sagen Danke an die begleitenden Pädagogen und Danke dem I-W-K.

Susanne Gebhardt

Kontakt

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