Pflichtfortbildung Betreuungskräfte §§ 43b/53b SGB XI - Handpuppen ins Spiel bringen und die eigene Stimme entdecken
Kurzbeschreibung
Tag 1: Große Handpuppen ins Spiel bringen
Was gibt es für Möglichkeiten, Handpuppen in der Betreuung einzusetzen? Wie bekomme ich heraus, wann der Einsatz einer Puppe hilfreich ist und wann nicht?
Tag 2: Die eigene Stimme entdecken
Mit der Stimme kommunizieren wir, ihr Klang drückt aus, was Worte nicht sagen können.
Beschreibung lang
Tag 1: Große Handpuppen ins Spiel bringen
Was gibt es für Möglichkeiten, Handpuppen in der Betreuung einzusetzen? Wie bekomme ich heraus, wann der Einsatz einer Puppe hilfreich ist und wann nicht? Worauf muss ich achten, damit das Spiel in Fluss kommt, mir und dem Senioren/ der Seniorin Spaß macht und das Spiel aus dem Stehgreif leichtfällt?
Wo der Einsatz der Handpuppe gewagt wird, und zur Entfaltung kommt - insbesondere auch bei Menschen mit Demenz - können sich magische Momente von großer Dichte und Innigkeit ereignen. Spielsequenzen von 5 Minuten genügen bereits, um Menschen durch die Puppe zu bezaubern: Nähe und Begegnung finden statt, Menschen werden plötzlich wieder wach und längst verschüttet geglaubte Zugänge können ganz plötzlich wieder frei werden.
Gleichzeitig kann der Einsatz von Handpuppen in der Betreuung auch zu heftiger Ablehnung führen. Große Achtsamkeit gegenüber der Art und Weise, wie sich der einzelne Senior oder die einzelne Seniorin der Puppe gegenüber öffnet oder auch schützt und verschließt, sind daher die Voraussetzungen für alles Spielen in diesem wunderschönen, aber auch sehr sensiblen Bereich.
Ziel der Fortbildung ist es, den TeilnehmerInnen einen Zugang zu einem fröhlichen und lebendigen Puppenspiel zu vermitteln. Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf dem Spiel mit großen Klappmaulpuppen, die durch ihre Größe und den bespielbaren Mund gerade auch bei Menschen mit eingeschränkten Sehvermögen besonders ausdrucksstark wirken.
Tag 2: Die eigene Stimme entdecken
Mit der Stimme kommunizieren wir, ihr Klang drückt aus, was Worte nicht sagen können.
Wie wirkt meine Sprechstimme, wenn ich meinen Tonfall ändere. Wie klingt meine Stimme und was habe ich für Möglichkeiten sie einzusetzen. Um diese Fragen kreist diese Fortbildung.
Die Stimme/ Kehle sitzt in unserem Körper, im Hals. Wenn dieser verspannt ist, kann die Stimme nicht gut klingen. Entspannende Atemübungen, kombiniert mit Lockerungsübungen für den Kiefer, den Nacken und den gesamten Rücken schaffen gute Voraussetzungen dafür.
Durch den Klang der Stimme entstehen Schwingungen und feinste Vibrationen in uns, die für einen selbst, aber auch für das Gegenüber heilend und wohltuend sein können. Sie erreichen den Menschen auf einer ganz anderen feinstofflichen Ebene, jenseits von Vernunft und Denken.
Die Sopranistin Josephine Pilars de Pilar lädt Sie ein, mit Stimmübungen Ihre Sprech - und Singstimme neu zu erleben. Die Teilnehmenden treten anschließend sprechend oder singend in Kommunikation miteinander und können so sich selbst sowie ihre Wirkung auf das Gegenüber erfahren.
Sätze aus dem Alltag und kurze Melodien oder Lieder werden dafür verwendet. Gerne auch frei erfunden und spontane Sätze, so wie es auch im Alltagsgespräch vorkommt.
Auf Wunsch können neue leichte Lieder gelernt werden, die man gut mit den BewohnerInnen singen kann.
Seminar/Fortbildungsinhalte
Tag 1:
- Training der technischen Handhabung von Klappmaulpuppen (Kopf, Mund, Hände, Bewegen der Puppe durch den Raum...)
- Tipps, Tricks für den Einsatz aus dem Stehgreif. Übungen und Spiele, um Spielfreiheit zu entwickeln und die Spielfreude groß werden lassen.
- Die Handpuppe in der Begegnung mit dem einzelnen Senioren/ der einzelnen Seniorin
- Der spielerische Umgang mit kritischen Situationen und Störungen
- Reflexion und Überlegungen zu den Möglichkeiten des Handpuppenspiels in der Betreuung: Wie sich Spiel, Freude und Betreuung miteinander verbinden lassen
Tag 2:
- Die eigene Sprech- und Singstimme verbessern
- Stimmliche Möglichkeiten entdecken und erweitern
- Selbstbewusst die Stimme einsetzen
- Erlernen von Liedern zur praktischen Anwendung
- Erweitern der individuellen Körperwahrnehmung und ihrer Wirkung auf Andere
- Kennziffer
- W00126
- Zielgruppe
- Betreuungskräfte in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, ehrenamtlich Tätige, pflegende Angehörige, Interessierte
- Gesamtstundenzahl
- 16 Unterrichtsstunden
- Dozent/-in
- 1. Tag: Olaf Möller, Dipl. Sozialpädagoge, Theaterpädagoge, Puppenspieler und Schauspieler. Autor von „große Handpuppen ins Spiel bringen“
2.Tag Josephine Pilars de Pilar, Dipl. Konzertsängerin, Gesangspädagogin und Chorleiterin
- Abschluss
- Teilnahmebescheinigung
- Investition
- 258,00 Euro
Kontaktdaten
IWK Waldbröl
Brölbahnstr. 19
51545 Waldbröl
Tel: 02291 / 901333
E-Mail: waldbroel@iwk.eu